Klimawandel in den Spitälern! Klimaanlagen in allen Krankenzimmern.

 1,380 total views,  5 views today

Das Krankenhaus Nord verzichtet zwar auf Kreuze in den Zimmern, aber nicht auf die Klimatisierung. So etwas sollte im 21. Jahrhundert eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber nicht: Ein Großteil der Krankenzimmer in den KAV-Spitälern ist nicht klimatisiert. Das macht den Aufenthalt für die Patienten im Sommer oft unerträglich. Und ist sicher nicht förderlich für die Genesung oder Gesundung.

Gerade für ältere Patienten – und die sind in der Mehrzahl – ist die Hitze lebensbedrohlich. Und es ist weder für die Besucher noch das diensthabende Personal angenehm, ständig verschwitzt zu sein.

Es  gibt auch kein nachträglich zu legitimierendes Umweltargument, das den KAV hindern sollte, klimatisierte Räume zu schaffen. Mittlerweile gibt es in Wien so etwas wie Erdkühlung und Fernkühlung, umweltfreundlich und nicht CO2 intensiv.

Investitionen müssen jetzt getätigt werden und nicht erst in ein oder zwei Jahren. Ich bin zudem überzeugt, dass sich das indirekt rechnet: Eine angenehmere Atmosphäre trägt zu rascheren Gesundung bei. Wenn es schon klimatisierte Öffis gibt, sollten klimatisierte Krankenhäuser selbstverständlich sein.

Die Sympathien der Patienten würden schlagartig steigen, dessen bin ich mir sicher. Ebenso wie die Motivation des pflegenden Personals.

Schafft einen Klimawandel in den Krankenhäusern – angenehme Temperaturen bei Hitze und Schwüle. Es müssen ohnehin Reparaturen und Umbauten in vielen Krankenhäusern stattfinden, an Zuständen aus den 50er und 60er Jahren erinnern. In einem Aufwaschen könnte man sie auch klimatisieren. Die Stadt Wien setzt in ihren Werbemaßnahmen ohnehin auf die „Wohlfühlstadt“. Vielleicht wäre es gut, wenn auch die Krankenhäuser Wohlfühlhäuser wären. Zumindest klimatisch.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

Kommentar verfassen