Extreme Vorsicht. Zuhause bleiben. Keine Panik. Jetzt: rasch Ärzte und Gesundheitspersonal schützen.

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Gott sei Dank hat die Bundesregierung reagiert und forciert einerseits die Tests und andererseits den Ankauf von Masken und Schutzkleidung. In Österreich ist die Textilindustrie dabei, selbst initiativ zu werden und zu produzieren. Gerade in globalen Märkten muss man Eigenproduktion forcieren. Denn: Der Preiskampf um Masken wird noch weiter lizitiert werden.

In dem Sinne haben unsere dringlichen Appelle gefruchtet. Wir müssen alles tun, um Ärzte, Pflegepersonal und Menschen, die öffentliche Dienste leisten – dazu gehört auch das Verkaufspersonal in den Supermärkten, Apotheken etc. – zu schützen. Das heißt: Der Bedarf wird in den kommenden Wochen ebenso exponentiell ansteigen wie die Zahl der Infizierten. Dessen muss man sich bewusst sein.

Und wir müssen die Teste ausweiten auf jene Personenkreise, die mit Infizierten Kontakt hatten. Das ist mühselige Spurensuche. Da gebe ich der ehemaligen Gesundheitsministerin durchaus recht. So können wir die Infektionskette am besten unterbrechen. Allein die Vervierfachung der Tests und die rasche Auswertung schützt hunderttausende andere Menschen.

Vor allem aber gilt: Strikt Zuhause bleiben, vor allem für Menschen über 60 und mit Vorerkrankungen. Denn jeder von uns ist nicht nur ein Gefährdeter, sondern auch ein potenzieller Gefährder. Die Dunkelziffer der, die infiziert sind aber – noch – keine Symptome haben, können wir nur grob abschätzen. In jedem Fall: sie ist zu hoch.

Jetzt geht es vordringlich darum, die Kapazitäten im intensivmedizinischen Bereich zu sichern und gleichzeitig die akute „normale“ Versorgung aufrechtzuerhalten. Deshalb brauchen wir gesundes Personal. Und regelmäßige Teste vor allem beim Krankenhauspersonal.

Österreich hat – dank der rechtzeitigen Ausgangsrestriktionen – einen Vorsprung vor vielen anderen europäischen Ländern wie UK, Niederlande oder Frankreich und Spanien, die erst jetzt zu drakonischen Maßnahmen greifen und die Bevölkerung gewissermaßen überrumpeln. Das ist bei uns nicht geschehen.

Bleiben sie zu Hause, bleiben sie gesund!

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

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