Selbstverständlich ordinieren Ärzte! Voraussetzung: Masken oder Negativbescheid. Oder Telefon, Skype etc.

 1,775 total views,  5 views today

Noch immer gibt es erbärmlich wenige Schutzmasken (FFP2 oder 3), geschweige denn Schutzanzüge. Wir wissen, Masken sind lediglich für ein paar Stunden sicher und bieten keinen hundertprozentigen Schutz. Dann müssen sie gewechselt werden. Bislang haben die meisten Ordinationen eine Handvoll derartiger Masken zugeteilt erhalten. Das ist so gut wie gar nichts. Deshalb: Wir fordern Masken, Masken, Masken. Um alle jene Patienten zu versorgen, die akut erkranken. Das hat mit Corona-Infektion nichts zu tun. Sondern mit ganz alltäglichen Verletzungen, Krankheitssymptomen, wie sie hunderttausendfach täglich vorkommen. Auch in normalen Zeiten.

Nicht nur die Intensivmedizin muss funktionieren – hier geht es um Leben oder Tod. Auch die Akutversorgung und die rasche Zuweisung in Krankenhäuser oder Fachärzte. Dieser Kreislauf wird derzeit gefährdet. Das darf nicht sein. Gerade eine funktionierende Erstversorgung im niedergelassen Bereich kann die überlasteten Krankenhäuser entlasten. Vor wenigen Tagen ist ein geschätzter Kollege gestorben. Wir müssen alles tun, damit Ärzte nicht erkranken und hundertweise in Quarantäne müssen. Dann können sie gar nicht helfen.

Was wir aber auch brauchen ist das intensive Nutzen der Kommunikationstechnologien: Von Telefon über Mails bis zu WhatsApp, wo man Fotos oder Videos mitschicken kann, um die Diagnose durch den Arzt zu erleichtern. In der Krise müssen wir alle zusammenhalten.

Deshalb der wiederholte Appell an das Gesundheitsministerium und die Regierung, aber auch an Unternehmen, die Masken besitzen: Versorgen sie uns mit Masken.

Wir wissen, dass der Kampf um den Erwerb von Masken mittlerweile unerbittlich ist. Nach dem Motto: wer cash vorab bezahlt, wird zuerst beliefert. Wir sind ein reiches Land. Nehmen wir das Geld in die Hand. Es zahlt sich hundertprozentig aus.

Es ist weder Hysterie noch Panikmache, wenn wir appellieren. Sondern ausschließlich Vernunft und getragen von Sorge für alle.

ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Szekeres
Präsident der Ärztekammer für Wien
Präsident der Österreichischen Ärztekammer

Die weibliche Form ist der männlichen Form in diesem Blog gleichgestellt; lediglich aus Gründen der Leseverständlichkeit wurde die männliche Form gewählt.

Kommentar verfassen